Schule und Verein: Begegnungen mit Hunden an der Luitpoldschule
Auch in diesem Jahr war das Hundesportzentrum Homburg-Kirrberg wieder bei der Aktion „Schule und Verein“ des Stadtverbandes für Sport dabei. Diesmal führte uns der Weg an die Luitpoldschule in Erbach.
Mit dabei waren Bruno Maier mit Lilo und Michael Burbach mit Vigo. Natürlich stellten wir auch unseren Verein und den Rettungshundesport vor. Im Mittelpunkt stand diesmal aber vor allem etwas ganz Grundsätzliches: Wie begegnet man einem Hund richtig?
Viele Kinder haben noch wenig Erfahrung mit Hunden
Im Gespräch mit den Kindern wurde schnell deutlich, dass manche bereits Hunde kennen, viele aber nur wenig oder gar keine praktische Erfahrung im Umgang mit ihnen haben.
Deshalb ging es zunächst um ganz einfache, aber wichtige Regeln:
Einen fremden Hund nicht einfach anfassen, sondern zuerst den Halter fragen.
Sich nicht über den Hund beugen.
Ruhig und seitlich auf den Hund zugehen, statt frontal auf ihn zuzustürmen.
Den Hund nicht bedrängen oder festhalten.
Darauf achten, wo und wie ein Hund angefasst werden möchte.
Akzeptieren, wenn ein Hund Ruhe braucht oder Abstand möchte.
Gerade für Kinder sind solche direkten Erfahrungen besonders wertvoll. Vieles lässt sich leichter verstehen, wenn ein Hund tatsächlich vor einem steht und man unmittelbar sieht, wie er auf Körpersprache, Nähe und Berührungen reagiert.
Lernen durch echte Begegnung
Lilo und Vigo waren dabei natürlich die Hauptpersonen.
Die Kinder konnten die beiden aus nächster Nähe erleben und unter Anleitung Kontakt aufnehmen. Dabei ging es nicht nur darum, einen Hund einmal zu streicheln. Viel wichtiger war, ein Gefühl dafür zu entwickeln, dass ein Hund ein Lebewesen mit eigenen Grenzen und Bedürfnissen ist.
Manche Kinder gingen zunächst sehr vorsichtig auf die Hunde zu, andere hätten am liebsten sofort losgestreichelt. Genau daraus entstanden viele gute Gespräche und praktische Beispiele.
So wurde schnell verständlich, warum man sich nicht einfach über einen Hund beugt, warum ruhige Bewegungen wichtig sind und weshalb man vor jedem Kontakt zunächst fragt.
Auch der Rettungshundesport gehörte dazu
Natürlich wollten die Kinder auch wissen, was wir mit unseren Hunden im Verein eigentlich machen.
So gaben wir einen Einblick in den Rettungshundesport und erklärten, wie Hund und Hundeführer zusammenarbeiten, wie ein Hund lernt, Menschen zu suchen, und warum dafür Vertrauen, Ausbildung und regelmäßiges Training notwendig sind.
Der Rettungshundesport war dabei ein spannender Teil des Besuchs, aber bewusst nicht der einzige Schwerpunkt. Uns war wichtig, den Kindern etwas mitzugeben, das ihnen auch außerhalb des Hundesports hilft: Sicherheit und Respekt im Umgang mit Hunden.
Sieben Gruppen – eine echte Herausforderung für die Hunde
Der Vormittag war auch für Lilo und Vigo alles andere als gewöhnlich.
Insgesamt kamen sieben Gruppen mit jeweils rund 25 Kindern zu uns. Das bedeutet etwa 175 Kinder, die die Hunde sehen, kennenlernen und teilweise auch anfassen wollten.
Für einen Hund ist das eine erhebliche Belastung. Ständig neue Stimmen, neue Gerüche, viele Bewegungen, wechselnde Kindergruppen und immer wieder Hände, die Kontakt aufnehmen möchten.
Deshalb wurde besonders darauf geachtet, dass die Begegnungen ruhig und kontrolliert abliefen und die Hunde immer wieder die Möglichkeit hatten, sich zurückzunehmen.
Lilo und Vigo meisterten diese besondere Situation sehr souverän. Trotzdem war deutlich zu erkennen, dass ein solcher Vormittag für einen Hund viel Konzentration und Gelassenheit verlangt.
Gerade das war für die Kinder ebenfalls eine wichtige Erfahrung: Auch ein freundlicher und gut ausgebildeter Hund kann nicht unbegrenzt belastet werden. Pausen und Rücksichtnahme gehören immer dazu.
Eine Aktion, die wirklich etwas vermittelt
„Schule und Verein“ ist für uns deshalb weit mehr als eine Gelegenheit, unseren Verein vorzustellen.
Die Kinder erleben Hunde unmittelbar, können Fragen stellen und lernen grundlegende Regeln, die ihnen im Alltag Sicherheit geben können.
Wenn ein Kind nach einem solchen Besuch weiß, dass es vor dem Anfassen eines fremden Hundes zuerst fragt, sich nicht über ihn beugt und seine Grenzen respektiert, dann hat sich dieser Vormittag bereits gelohnt.
Der Einblick in den Rettungshundesport ergänzt das Ganze und zeigt zugleich, was entstehen kann, wenn Mensch und Hund über lange Zeit vertrauensvoll miteinander arbeiten.
Danke für die Einladung
Wir bedanken uns beim Stadtverband für Sport für die Organisation und bei der Luitpoldschule in Erbach für die Einladung und den freundlichen Empfang.
Für Bruno mit Lilo und Michael mit Vigo war es ein intensiver, aber sehr schöner Vormittag mit vielen interessierten Kindern und guten Begegnungen.
Und auch wenn Lilo und Vigo nach sieben Kindergruppen sicherlich froh über etwas Ruhe waren: Wir sind im nächsten Jahr gerne wieder dabei.
Hinweis zum Bild:
Aufgrund der geltenden Datenschutzvorgaben konnten während der Veranstaltung keine Fotos mit den Kindern aufgenommen werden. Das verwendete Beitragsbild wurde deshalb KI-generiert. Die beiden dargestellten Hunde orientieren sich dabei an Lilo und Vigo und wurden anhand ihrer realen Fotos umgesetzt.





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