Warum Seminare ein wichtiger Bestandteil guter Ausbildung sind.
Hinweis zur Einordnung:
Die folgende Antwort beruht auf einer Kombination aus praktischer Trainererfahrung im Hundesport und Rettungshundesport sowie auf fachlich anerkannten Grundlagen der Lern- und Verhaltenswissenschaft.
Sie stellt keine Einzelmeinung und kein Bauchgefühl dar, sondern eine sachliche Einordnung auf Basis von Erfahrung und gesichertem Fachwissen.
Sie erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit, sondern dient der fachlichen Orientierung und Einordnung.
Regelmäßiges Training ist die Grundlage jeder soliden Hundeausbildung. Ohne kontinuierische Arbeit entstehen weder saubere Technik noch Verlässlichkeit. Dennoch greift Training allein zu kurz, wenn es über Jahre immer im gleichen Rahmen, mit denselben Abläufen und denselben Blickwinkeln stattfindet. Genau hier setzen Seminare an.
Ein Seminar ist kein Ersatz für Training – sondern eine sinnvolle Ergänzung.
Ein anderer Blick von außen
Im Alltagstraining entwickeln sich Routinen. Das ist grundsätzlich positiv, birgt aber auch die Gefahr von Betriebsblindheit. Ein externer Trainer sieht Dinge, die man selbst – oder auch das eigene Trainerteam – im täglichen Arbeiten nicht mehr wahrnimmt.
Gerade kleine Details wie:
Timing
Körpersprache
unbewusste Hilfen
schleichend veränderte Kriterien
fallen im normalen Training oft nicht auf. Ein Seminar schafft Distanz zum eigenen System und ermöglicht eine sachliche Neubewertung.
Lernen heißt nicht nur „neue Übungen lernen“
Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, dass Seminare vor allem dazu da sind, neue Trainingsmethoden oder Übungen mitzunehmen. In der Praxis ist der größte Mehrwert oft ein anderer:
bestehende Arbeit einordnen
Vorgehensweisen bestätigen oder korrigieren
Zusammenhänge besser verstehen
Sicherheit im eigenen Handeln gewinnen
Gute Seminare bringen keine „Wunderlösungen“, sondern Klarheit.
Weiterbildung für Hundeführer und Trainer
Hundeführer profitieren von direktem Feedback, Trainer zusätzlich von fachlichem Austausch. Beides ist wichtig. Ausbildung lebt davon, dass auch Ausbilder bereit sind, sich regelmäßig weiterzuentwickeln.
Stillstand entsteht nicht durch mangelnde Motivation, sondern durch fehlenden Input.
Warum regelmäßige Seminare wichtig sind
Ein einmal besuchtes Seminar verändert wenig. Der nachhaltige Effekt entsteht durch Wiederholung und Weiterentwicklung über Jahre hinweg. Hunde, Menschen und Trainingsansätze verändern sich. Gute Trainer entwickeln sich mit.
Dass Michaela Knoche seit vielen Jahren regelmäßig zu uns kommt, ist kein Zufall. Kontinuität, gemeinsame Sprache und ein gemeinsames Verständnis von Ausbildung sorgen dafür, dass Seminare nicht isolierte Ereignisse bleiben, sondern Teil eines langfristigen Ausbildungskonzepts sind.
Seminare stärken auch den Verein
Neben dem fachlichen Aspekt haben Seminare einen weiteren, oft unterschätzten Effekt: Sie fördern Austausch, Diskussion und Zusammenhalt. Gemeinsames Lernen schafft gemeinsame Grundlagen – und das wirkt sich direkt auf Trainingsqualität und Vereinsklima aus.
Aktueller Hinweis
Das nächste Seminar mit Michaela Knoche findet am 07.+08.03. bei uns statt. Aktuell sind noch wenige Plätze frei.
Wer regelmäßig trainiert und seine Arbeit reflektieren und weiterentwickeln möchte, findet hier eine gute Gelegenheit, Impulse von außen mitzunehmen und die eigene Ausbildung einzuordnen.
Fazit
Regelmäßiges Training bleibt unverzichtbar. Seminare sorgen dafür, dass dieses Training reflektiert, hinterfragt und weiterentwickelt wird. Wer langfristig sauber, fair und erfolgreich ausbilden möchte, sollte beides als festen Bestandteil verstehen.


Ein - wie ich finde - sehr gut formulierter Text, dessen Inhalt ich teile.
Aber sagt mal, ist auf diesem Foto vom Trailseminar im April 2019 etwa unsere Veronika zu sehen?😮